Archiv für Oktober, 2007

Hommage an google

Ein paar Worte möchte ich über die neue Mothercompany dann schon loswerden:

Ich benutze seit nunmehr über zwei Jahren mehr Dienste von Google als die Suche.

Zuallererst mal den wirklich super gelungenen Google Reader. Ein RSS-Reader, der es mir erspart überall noch ein RSS-Reader laufen zu haben. Bis vor kurzem hatte ich noch einige Feeds im Trillian aber mit dem Tool isses mittlerweile obsolet geworden. Neben der einfach praktischen Sache, dass Beiträge als gelesen werden, sobald ich “drüberscrolle” kann ich nun auch seit kurzem im Archiv wühlen/suchen (wurde auch Zeit für Google eine Suche im Reader einzuführen). Weiterhin kann man sie relativ leicht in Ordnern/Tags sortieren und die Oberfläche ist über das Stylish-Plugin auch noch nett anpassbar.

Google Kalender. Nicht besondern innovativ gelungen. Der Outlook-interne Kalender sagt mir immernoch mehr zu. Aber seit Outlook 2007 kann ich jetzt auch relativ einfach iCal-Dateien auf dem eigenen Webserver veröffentlichen und diese wiederrum im Google Kalender verknüpfen. Weiterhin kann man auch einfach den Basecamp-Kalender übernehmen (keinen Milestone etc. verpassen). Wozu der Aufwand? Das, was keiner wirklich kostenlos geschafft hat und Google als Milliarden-Konzern so nebenbei abwickelt: SMS-Benachrichtigungen. Und das für alle deutschen Provider kostenlos (soweit ich sehen konnte, zumindest für O2).

Google Docs & Spreadsheets. Mittlerweile auch mit Präsentationsmodul. Auch hier sind die MS-Office-Apps weitaus besser. Aber lass dir doch mal ne ODF-Datei ausm OpenOffice schicken, dann stehste da. Plugin fürs Office gabs bis vor kurzem noch nicht, Upload zu Google und dann konvertierte Version ziehen. Demnächst werde ich dann auch mal testen, wie es mit den Präsentationen steht. Schließlich kann ich sie dann auch von überall ansehen, bearbeiten oder vorführen.

Google Analytics. Nagut, darüber sprach ich ja schonmal. Immernoch super gelungen (im Vergleich zu sonst “kostenlosen” Tools) und sowieso bei allen Kunden mittlerweile massiv im Einsatz.

Einziger großer Dienst, der mir völlig abgeht… Google Mail. Es ist und bleibt einfach nicht mein Fall. Auch wenn ich die Idee der Tag-Organisation schon irgendwie mag, scheint sie mir für Mails einfach unsinnig zu sein. Also bleibt das Konto leer. Abgesehen als temporären Datenspeicher.

Ich weiß. Google die olle Datenkrake. But wayne? Die Trackingcodes begegnen mir ja eh schon überall (woran ich selber ja nicht ganz unschuldig bin), AdSense-Anzeigen begegnen mir auch auf jeder zweiten Webseite. Wenn ich suchen will ist und bleibt Google erste Anlaufstelle … und wahrlich, ich schwöre ich habe die anderen lang und breit probiert.

Wollte einfach nur mal nen bissel was dazu loswerden.

Wochenende …

Geschützt: Und es begann am Montag

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Versuchts doch wenigstens mal…

Selbst wenn sie falsch geraten hätten… aber DAS glaubt denen nun wirklich keiner mehr:

 

Doofe Werbung

 

So…. ein Glück … nächste Woche ist Berufsschule.

at the point of no return

Ich habe eine Absage erteilt. Und damit zumindest einen Taschengeld-Geber verloren. Das Ganze wurde gepaart mit Argumenten, warum ich eigentlich schon in der ersten Runde Richtung “selbstbestimmten Lebens” verloren habe. Und wiedereinmal sah ich mich konfrontiert mit einer Argumentation, die auf falschen Annahmen beruht. Mit Annahmen, dass das ja alles ganz normal sei. Das es normal ist und verdammt nochmal meine Pflicht ist, Anrufe entgegenzunehmen. Vielleicht ist (war) es das ja auch. Aber das Gefühl, das Telefon nicht abnehmen zu können weil mir einfach die Worte fehlen. Nicht über irgendetwas in diese Richtung reden zu können, weil mit die Worte fehlen. Weil ich so gerne darüber reden möchte, wie es mir geht, was mich umtreibt. Weil ich einfach ohne zu Fragen wissen möchte, was andere umtreibt um selber wieder rauszukommen. Gotteswillen …

 

 

Schocker, wo man hinsieht. Einen mir wichtiger Mensch, den ich sooo sehr vermisse, seit er weg ist, geht nochmal ein Stück weiter weg. Und verfolgt ein Ziel. Irgendwie. Ich mag gerade halt nicht irgendwas verfolgen und tue es unterbewusst doch. Das Gleis auf dem ich fahre muss schnellstmöglich verlassen werden. Es ist Terror. Seelischer Terror. Ich hasse mich dafür, dass ich es mitmache. Ich hasse es, mich jeden morgen aufs Neue selber anzukotzen und aufzustehen. Ich hasse mich dafür, hier immer und immer wieder die Schnauze zu halten und ruhig zu bleiben. Niemand kann eine höhere Meinung über diese “Gruppierung” haben als ich. Und für mich sind sie alle so arm, dass ich ihnen am liebsten jeden Tag ins Gesicht spucken würde. Aber nein. Immer schön lang am Abgrund, zusehen wie es anderen dabei schlechter geht. Wie alle immer ignoranter werden. Wie alles immer hoffnungsloser wird. Wie die Ziele immer höher gesteckt werden und immer weniger erreicht werden. Wie die Kontrolle über uns selber die Macht übernimmt. Wie wir uns immer mehr um uns selbst drehen und dabei keine Zeit mehr für unsere eigentlichen Aufgaben haben. Die Hoffnung auf Besserung wird durch eine Hoffnugn auf Explosion ersetzt. Auf das es endlich endet. Meine Ende hier ist in Sicht. Ich werde nichts unternehmen. Ich bin wie betäubt hier. Keiner glaubt einen mehr seine Lage. Kaum jemand bleibt übrig, dem man noch etwas Neues erzählt, wenn man von seinem Alltag spricht. Kaum ein Ort bleibt zum Wohlfühlen übrig. Ich zeichne ein düsteres, egoistisches, pessimistisches Bild dieser Tage. Doch sie sind von dem Gefühl begleitet, was vor Jahren schon einmal da war. Es kostete mich damals mein Gymnasium und brachte mich an den Rand. So fühle ich mich gerade. Wie am Rand. Nicht an einem Lebensrand aber wohl an einem gefühlsmäßigen Rand. Mehr geht nicht mehr. Das Maß ist übervoll. Es tropft blutrot aus dem Eimer heraus.

 

Die schönsten Momente dieser Tage: Mit Phil auf der Couch liegen und Tee trinken, mit Herrn Klingel bis 0 Uhr im Auto sitzen und sich selber und alle anderen verhätscheln, mit Mattse im Auto sitzen, Erzählen, Musik hören und Bier trinken. Einen Moment auf die Bühne sehen, wo der Frontmann von The Ark gerade etwas sehr wesentliches sagt und danach “It takes a fool to remain sane” anstimmt und mit Paul Kirchhof neue Formen der Hydra erkennen.

 

Im Ohr liegen die Cruxshadows mit Eye Of The Storm, auf dem Bildschirm liegt Typo3, im Postfach kommt sektretärischer Müll rein, im Büro ziehts und draußen scheint die Sonne.