at the point of no return

Ich habe eine Absage erteilt. Und damit zumindest einen Taschengeld-Geber verloren. Das Ganze wurde gepaart mit Argumenten, warum ich eigentlich schon in der ersten Runde Richtung “selbstbestimmten Lebens” verloren habe. Und wiedereinmal sah ich mich konfrontiert mit einer Argumentation, die auf falschen Annahmen beruht. Mit Annahmen, dass das ja alles ganz normal sei. Das es normal ist und verdammt nochmal meine Pflicht ist, Anrufe entgegenzunehmen. Vielleicht ist (war) es das ja auch. Aber das Gefühl, das Telefon nicht abnehmen zu können weil mir einfach die Worte fehlen. Nicht über irgendetwas in diese Richtung reden zu können, weil mit die Worte fehlen. Weil ich so gerne darüber reden möchte, wie es mir geht, was mich umtreibt. Weil ich einfach ohne zu Fragen wissen möchte, was andere umtreibt um selber wieder rauszukommen. Gotteswillen …

 

 

Schocker, wo man hinsieht. Einen mir wichtiger Mensch, den ich sooo sehr vermisse, seit er weg ist, geht nochmal ein Stück weiter weg. Und verfolgt ein Ziel. Irgendwie. Ich mag gerade halt nicht irgendwas verfolgen und tue es unterbewusst doch. Das Gleis auf dem ich fahre muss schnellstmöglich verlassen werden. Es ist Terror. Seelischer Terror. Ich hasse mich dafür, dass ich es mitmache. Ich hasse es, mich jeden morgen aufs Neue selber anzukotzen und aufzustehen. Ich hasse mich dafür, hier immer und immer wieder die Schnauze zu halten und ruhig zu bleiben. Niemand kann eine höhere Meinung über diese “Gruppierung” haben als ich. Und für mich sind sie alle so arm, dass ich ihnen am liebsten jeden Tag ins Gesicht spucken würde. Aber nein. Immer schön lang am Abgrund, zusehen wie es anderen dabei schlechter geht. Wie alle immer ignoranter werden. Wie alles immer hoffnungsloser wird. Wie die Ziele immer höher gesteckt werden und immer weniger erreicht werden. Wie die Kontrolle über uns selber die Macht übernimmt. Wie wir uns immer mehr um uns selbst drehen und dabei keine Zeit mehr für unsere eigentlichen Aufgaben haben. Die Hoffnung auf Besserung wird durch eine Hoffnugn auf Explosion ersetzt. Auf das es endlich endet. Meine Ende hier ist in Sicht. Ich werde nichts unternehmen. Ich bin wie betäubt hier. Keiner glaubt einen mehr seine Lage. Kaum jemand bleibt übrig, dem man noch etwas Neues erzählt, wenn man von seinem Alltag spricht. Kaum ein Ort bleibt zum Wohlfühlen übrig. Ich zeichne ein düsteres, egoistisches, pessimistisches Bild dieser Tage. Doch sie sind von dem Gefühl begleitet, was vor Jahren schon einmal da war. Es kostete mich damals mein Gymnasium und brachte mich an den Rand. So fühle ich mich gerade. Wie am Rand. Nicht an einem Lebensrand aber wohl an einem gefühlsmäßigen Rand. Mehr geht nicht mehr. Das Maß ist übervoll. Es tropft blutrot aus dem Eimer heraus.

 

Die schönsten Momente dieser Tage: Mit Phil auf der Couch liegen und Tee trinken, mit Herrn Klingel bis 0 Uhr im Auto sitzen und sich selber und alle anderen verhätscheln, mit Mattse im Auto sitzen, Erzählen, Musik hören und Bier trinken. Einen Moment auf die Bühne sehen, wo der Frontmann von The Ark gerade etwas sehr wesentliches sagt und danach “It takes a fool to remain sane” anstimmt und mit Paul Kirchhof neue Formen der Hydra erkennen.

 

Im Ohr liegen die Cruxshadows mit Eye Of The Storm, auf dem Bildschirm liegt Typo3, im Postfach kommt sektretärischer Müll rein, im Büro ziehts und draußen scheint die Sonne.

 

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Eine Antwort auf at the point of no return

  1. pride sagt:

    Musste erstmal bei Wikipedia gucken, was Typo3 ist…
    Also wenn TypoScript leicht zu erlernen ist – wer bezahlt noch für’n CMS, um seine Seite zu verwalten? Whatever…

    Wie wär’s mit ‘nem Linktausch? Wennde ‘nen schönen Button hast, pack ich den auf meine Seite und du fügst mich deinem “Blogroll” hinzu… Würd mich freuen.

    Gruß _ Gerrit

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