Archiv für die Kategorie 'selbst und ständig'

Dreist

Heute bin ich über twitter auf einen Blog einer Webagetur gestoßen, die die dreistesten Mailanfragen an sie sammelt.

http://www.dirkhesse.com/return/

Am besten finde ich ja:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich anfragen, wieviel es bei Ihnen circa kosten würde, eine dynamische Webseite zu erstellen, welche den Funktionsumfang der Seiten Autoscout24 oder mobile.de hätte. Vielen Dank im voraus für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Ist doch der Hammer oder? Meinen die Menschen sowas ernst?

Was diese Menschen wohl im Hinterkopf haben? Vielleicht 1.000 €? Oder gar 500 €? Es ist immerwieder erstaunlich, mit welchen Vorstellungen die Kunden an eine Webseite herangehen (gerade im Beispiel oben: “Funtionsumfang  wie Autoscout24″). Es begegnet einem ja sehr häufig, dass schon im Anfangsgespräch ein Satz wie “Das ist ja alles nicht so umfangreich” fällt und die potenziellen Kunden dann aus allen Wolken fallen, wenn man Ihnen erklärt, dass das im hohen Maße komplex ist und deswegen auch nicht für xxx €, sondern für x.xxx € gemacht werden kann.

Der helle Wahnsinn, dieses Internet.

Guten Morgen Deutschland

Hier ich, ich! Gebt mir einen Stein…

Das wird kurz und knapp heute:

http://blog.mrtweet.net/how-freshbooks-built-an-army-of-evangelists-starting-from-one-special-tweet

Man hat ja so seine Vorbilder und einige Ideen gefallen mir so gut, dass ich … ja … ich könnte direkt zur Tat schreiten.

Guten Abend Deutschland

Die Guten sind schwer zu finden…

Es fällt einem eigentlich immer wieder auf die Füße. Wenn Du Deine Firma alleine gründest, brauchst Du irgendwann mehr Leute. So auch bei mir. Was z.B. Design angeht, bin ich bestens versorgt mit guten Leuten.

Aber Programmierer mit Erfahrung und dem Sinn für Ästhetik? Narrf.. PHP ist eine Sprache, die anfangs so leicht erscheint, dass jeder zweite Dummbatzen meint, sie zu können. Der Markt ist durchtränkt mit Programmierern, die meinen, ihre Arbeit wäre ein Geschenk des Himmels. Sie glauben, dass sie mit 5 € / Stunde super bezahlt sind. Das zeigt auch irgendwie schon, wie sie ihre Arbeit wertschätzen.

Alle Guten, denen man irgendwie begegnet, sind so vollgestopft mit Aufgaben, dass sie keine Zeit mehr für etwas anderes haben. Oder sie haben das Programmieren vor Jahren zugunsten einer anderen Berufung aufgegeben (ach Georg, mein alter Profi).

Aber heute bin ich dann wieder über eine Liste gestolpert, die das Problem ganz einfach benennt.

But when I think about what killed most of the startups in the e-commerce business back in the 90s, it was bad programmers. A lot of those companies were started by business guys who thought the way startups worked was that you had some clever idea and then hired programmers to implement it. That’s actually much harder than it sounds—almost impossibly hard in fact—because business guys can’t tell which are the good programmers. They don’t even get a shot at the best ones, because no one really good wants a job implementing the vision of a business guy.

Aus der Liste “The 18 Mistakes That Kill Startups“.

Also suche ich weiter. Wird sich schon einer finden lassen.

Guten Tag Deutschland.

Berufsbezeichnung: Web 2.0

Ich möchte hier mal Eines klarstellen: carex studios ist kein Web 2.0 – Unternehmen.

Nichts bahnbrechendes, welches lediglich einem Trend folgt, wie “Web 2.0″ einer ist. Nein, Web 2.0 ist noch schlimmer: Web 2.0 ist ein Buzzword. Keine Buzzwords. Wenn ein Unternehmen nur einem Trend folgt, geht es mit diesem Trend unter. Punkt.

Nur zwei Dinge machen ein Unternehmen aus: Eine Persönlichkeit und eine Meinung. Wobei die Grenzen hier fließend sind. In unserem Rechtssystem gibt es den Begriff der “juristischen Person”. Das ist durchaus auch wörtlich zu verstehen. Ein Unternehmen wird entweder sowieso von einer einzelnen Person repräsentiert oder erscheint in der “Außenwelt” als eine einzelne Person. Nein, unter den E-Mails steht nicht immer “Alexander Muster”, egal wer sie schreibt. Aber der Klang der Kommunikation muss klar sein. Das Unternehmen und alle, die daran beteiligt sind, müssen nach außen eine Meinung vertreten.

Kurze Meinung:

Ich liebe Webanwendungen, aber nicht, weil sie “Web 2.0″ sind. Sondern weil ich sie für den besten Weg halte, bestimmte Probleme zu lösen.

Ich mag soziale Netzwerke, aber das war das Corny-Forum auch schon. Nur hatte nicht jeder eine ausgefeilte eigene Profilseite. So what? Foren sind Web 1.0 und Beepworld MySpace ist Web 2.0? Dafür ist mir die eine ganze Versionsnummer echt zu viel.

Guten Tag Deutschland

Goodby 9-to-5

Ein genialer Typ. Meine Herren. Der schreibt Artikel, dass einem die Ohren schlackern. Ich würde das auch gerne machen :)

But conditions are never perfect. And when we’re so focused on our plans, we lose sight of the openings in front of us. Instead of plans we need habits. Habits of taking risks. Habits of keeping our eyes open for new opportunities. Habits of putting ourselves in situations that force us to grow and change. We can all introduce a little chaos into our lives.

via Jack Cheng

Eine Stunde, die gut investiert ist.

…für alle, die ein Interesse an inspirierenden Worten und Gedanken.

Jason Fried auf der diesjährigen Business of Software.

Guten Tag Deutschland

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Produktive Zeit

Ein Effekt, den ich in der letzten Zeit beobachten konnte, ist dass ich mehr Zeit damit verbringe, mich mit Menschen zu Treffen, Telefonate und Chats zu führen und viel Zeit damit zu verbringen, Texte, Zahlen und Entwürfe zu erstellen. (Wahrscheinlich ein Grund, warum mein Blog davon umso weniger abbekommt).

Die viele Kommunikation ist eine Sache, die ich anfangs wohl etwas unterschätzt hatte. Ich hatte nicht damit gerechnet soviel darüber zu reden, was man machen kann und was wir machen. Es ist keine schlimme Sache, aber sie führt mich automatisch zu der Frage, wieviel meiner Zeit ich jetzt noch “produktiv” im Sinne von “etwas zum Anfassen schaffen” verbringen kann.  Es gab eine unbestätigte Regel eines Freelancers, der sagte, dass man einen Tag von fünf (also einer “normalen” Arbeitswoche) damit verbringt, Angebote und Rechnungen zu schreiben, seine Buchhaltung auf Vordermann zu bringen. Verteilt auf diese Woche.

Wenn ich die letzten zwei Wochen betrachte, ist wohl mehr als die Hälfte für diese Arbeiten drauf gegangen. Ich denke, dass das in nächster Zeit ein bisschen weniger wird. Aber die am Anfang viele Zeit für Organisation wird, so meine ich, von den meisten Menschen die sich selbsständig machen unterschätzt.

Momentaner Faktor bei mir also: 3 Orga-Tage / 2 Produktiv-Tage

Ich halte euch auf dem Laufenden, wie sich dieser Faktor verändert.