Das Erstaunlichste, wenn man sein Leben selbst in die Hand nimmt? Du hast keinen, auf den Du schimpfen kannst, wenn etwas schief geht!
In der letzten Zeit hat es wieder einige Menschen gegeben, die ihr Leben selbst in die Hand genommen haben (nicht zuletzt ich). Es gab Menschen wie Phil, der jetzt in Schwerin einem Job nachgeht und dabei neue Horizonte in neuer Umgebung entdeckt. Auch eine eigene Wohnung kann ein neuer Horizont sein (sic!). Dann war da Holger, der Magdeburg für sein Studium den Rücken gekehrt hat. Der mir sagte, dass er unbedingt da ist, wenn wir zusammen ein Projekt oder ähnliches auf die Beine stellen wollen. Es gab da Gerrit, der durch einen mir nicht bekannten Umstand doch noch hier an der FH studieren kann, und zwar DIESES Jahr. Es gab da Chris, der in Hamburg nicht das wirkliche Glück zu finden scheint und eher in Lethargie lebt bevor ein wahnwitziger Schritt kommt. Alle diese Menschen haben ein Ziel vor Augen und alle diese Menschen scheinen dieses Ziel entweder schon erreicht zu haben oder sind auf einem Weg dorthin. Es ist interessant zu sehen, dass diese Freunde an ihre Wege glauben, interessant dass sie mit einem Ehrgeiz hinter ihrer Sache stehen und sie dafür “entlohnt” werden.
Was ich mich frage ist: Wachsen diese Freunde jetzt an Ihren Aufgaben und Wegen? Suggestiv? Eventuell. Nach kurzem Nachdenken kommt man zu einem “Ja”. Aber beweisen kann ich es nicht. Es hat einen einfachen Grund. Ich spreche sehr wenig mit diesen Freunden. Das liegt mitnichten daran, dass ich sie nicht schätze oder mich nicht gerne mit ihnen unterhalte. Über Wesentliches und Unwesentliches. Es liegt wohl eher daran (und das ist sehr spekulativ), dass ich meine eigene Situation immer noch nicht genau beschreiben kann. Wenn die Frage kommt “Wie geht es Dir?”, kann ich zwar mit Fug und Recht behaupten “Super!”, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Es ist, als ob man einen richtigen Pfad gefunden hat, auf dem man nun wandeln kann. Es fühlt sich für die meisten Momenten absolut befreiend und vorallem außergewöhnlich an.
Das ist der Punkt: Außergewöhnlich. Darum kann man es seinen Freunden und auch allen anderen so schwer begreiflich machen und kann überhaupt nicht alles sagen, was man dazu gerne sagen möchte. Das Außergewöhnliche besteht meist nur im dem Fakt, dass es etwas “anderes” ist, als das, was die anderen Freunde und Bekannten tun. Ich traue mich nicht Ihnen diese Dinge zu erklären und zu erklären, was so unglaublich bewegend daran ist. Man könnte mich emotional nennen (denn meine Freunde wissen das), man könnte mich rational nennen (das bin ich wohl extrem oft). Ich bin so beides in einer Mischung, rational um jemanden zu helfen und ihm eventuell einen einfachen Gedanken klar zu machen und emotional um mich selber auszudrücken und um meinen Freunden zu zeigen, dass ich mit ihnen fühle. Nur kommen ja eigentlich beide Eigenschaften zu kurz. Hmm … schwer zu kompensieren. Aber sei es drum. Ich habe ungefähr im zweiten Absatz beschlossen, dass ich diesen “Artikel” an die genannten verschicke. Ein wenig heimtükisch vielleicht. Aber ich möchte ihnen ja auch nachts um halb drei klar machen können, dass ich an sie denke und das ich irgendwie super stolz auf alle bin.
Gute Nacht Deutschland *icq anschmeiß*


